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Kamera Express
Instagram ist eine effektive Möglichkeit, deine Arbeit (als Hobby oder professionell) mit einem größeren Publikum zu teilen und Kontakt zu anderen Fotograf:innen zu knüpfen. Über Instagram kannst du neue Aufträge gewinnen, aber auch wertvolles Feedback zu deiner Fotografie erhalten. Letzteres hilft dir, dich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Doch wie baust du ein gutes Netzwerk auf? Und worauf solltest du beim Posten deiner Fotos achten? In diesem Blog geben wir dir gerne ein paar Tipps.
Zunächst: Überlege, ob Instagram wirklich der richtige Weg für dich ist, um dein Ziel (mehr Reichweite) zu erreichen. Einen Social-Media-Kanal zu pflegen und eine Beziehung zu deinen Follower:innen aufzubauen, kostet Zeit und Energie. Es ist eine echte Investition. Aber lass dich nicht entmutigen. Mit der richtigen Strategie kannst du viel herausholen und Freude daran haben.
Denke vorab über deine Strategie nach: Wie möchtest du wahrgenommen werden? Was kommt deiner Arbeit am besten zugute?
Eine Nische ist ein wichtiger Bestandteil deiner Identität. Das kann zum Beispiel ein bestimmtes Thema sein, wie Architekturfotografie, Porträtfotografie, Mode oder Reisen. Es kann aber auch ein Stil sein, wie Schwarz-Weiß-Fotografie, Minimalismus oder ein filmischer Look.
Auf Instagram erwarten deine Follower:innen, dass du diesen Stil oder dieses Thema konsequent in deinem Feed umsetzt. Das bringt sie immer wieder zurück. Neue Besucher:innen auf deinem Profil entscheiden sich anhand der ersten neun Fotos. Stelle daher sicher, dass diese Fotos gut repräsentieren, wofür du stehst und wer du als Fotograf:in bist.
Achte daher auf einen konsistenten Stil und ein einheitliches Layout, um treue Besucher:innen zu gewinnen. Darüber hinaus ist der Wow-Faktor entscheidend. Nur deine besten Fotos kommen in den Feed. Hast du gerade ein Fotoshooting gemacht und kannst dich nicht entscheiden? Poste die Fotos dann als Serie hintereinander. Das geht, indem du beim Hochladen mehrere Fotos auswählst. Achte darauf, das beste Foto vorne zu platzieren und niemals mehr als vier Fotos in einer Serie zu veröffentlichen. Zu viele Fotos in einer Serie können genau den gegenteiligen Effekt haben – die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen kann nachlassen. Indem du dich auf eine feste Anzahl beschränkst, zwingst du dich selbst, kritisch zu bleiben und sorgfältig auszuwählen, was du auf Instagram teilst.



Instagram ist ein hervorragendes Mittel, um deine Fotos einem großen Publikum zu zeigen – doch die Person hinter der Kamera ist genauso interessant. Gib deinen Follower:innen gelegentlich einen Vorgeschmack, einen Einblick oder einen Blick hinter die Kulissen eines Fotoshootings oder Projekts. Das macht es persönlicher und kann dazu beitragen, dass sich deine Follower:innen stärker verbunden fühlen. Denke dabei an die 80/20-Regel: 80 Prozent des Inhalts sollte die Fotografie selbst betreffen, 20 Prozent kannst du für persönlichere Beiträge nutzen.
Wenn du mehr als 20 Prozent persönlich gestalten möchtest, erstelle ein separates Konto oder nutze die Instagram-Stories-Funktion. Instagram Stories eignen sich außerdem hervorragend, um mehr Interaktion mit deinen Follower:innen aufzubauen.
Für die professionelle Fotografie verwendest du natürlich deine DSLR- oder Systemkamera. Damit erstellst du hochwertige Fotos, die du auch für Instagram nutzt. Diese Kameras geben dir außerdem mehr Kontrolle über das Bild. Du kannst die Einstellungen an jede Situation anpassen. DSLR- und Systemkameras eignen sich besonders für Fotografie bei schlechten Lichtverhältnissen und beim Heranzoomen an ein Motiv.
Am besten fotografierst du alle Fotos im RAW-Format. RAW-Dateien sind wesentlich detailreicher als JPG-Dateien und lassen sich hervorragend in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeiten. Instagram-Filter verwendest du dabei nicht. Bei der Bearbeitung von RAW-Fotos kannst du Belichtung, Lichter und Schatten präzise abstimmen.
Wichtig zu wissen: Die Fotos sollten die maximale Breite von 1080 px nicht überschreiten. Tun sie es doch, leidet die Bildqualität darunter – und die möchtest du lieber selbst in der Hand behalten. Um zu verhindern, dass Instagram größere Dateien trotzdem verkleinert, ist es ratsam, die Qualität etwas zu reduzieren. Rund 75 Prozent ist ausreichend.
Bei der Frage Qualität oder Quantität sagen wir immer: Qualität. Veröffentliche regelmäßig neue Fotos, aber nicht zu häufig. Ein gutes Ziel wäre ein- bis zweimal pro Woche. Es ist wichtiger, relevante und hochwertige Inhalte zu posten, da diese eine größere Chance auf positive Reaktionen haben. Durch die positiven Reaktionen werden deine Beiträge in den Feeds deiner Follower:innen höher eingestuft, was letztendlich mehr Reichweite bringt.
Es empfiehlt sich, eine Routine beim Posten neuer Inhalte zu entwickeln. Das schafft ein Gemeinschaftsgefühl zwischen dir und deinen Follower:innen. Außerdem motiviert es dich, kontinuierlich neue Inhalte zu erstellen – und damit entwickelst du deine Fotografie weiter.
Online finden sich viele Studien zum besten Zeitpunkt für Social-Media-Posts. So gibt es morgens mehr Aktivität und eine höhere Engagement-Rate. Sonntage und Regentage sollen besonders viele Interaktionen verzeichnen.



Unter den Fotos hast du Platz für eine kurze Geschichte – nutze ihn. Dadurch verbringen Menschen mehr Zeit mit einem Foto. Du gibst deinen Follower:innen etwas zum Nachdenken und förderst die Interaktion.
Mit den richtigen Bildunterschriften kannst du eine emotionale Reaktion bei deinen Follower:innen auslösen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Text lesen und auf „Mehr\" oder „Gefällt mir\" klicken. So steigt die Zeit, die sie mit deinem Beitrag verbringen. In der Bildunterschrift kannst du eine offene Frage einbauen, um deine Follower:innen zur Interaktion einzuladen.
Heutzutage sind Hashtags (#) allgemein bekannt. Sie sind ein nützliches Werkzeug, um die Reichweite zu erhöhen und relevante Follower:innen anzuziehen. Nutze spezifische und populäre Hashtags, um deine Sichtbarkeit zu steigern. Dabei ist Relevanz entscheidend – verwende nur passende Hashtags.
Instagram bietet die Möglichkeit, Hashtags zu folgen. So verbinden Hashtags Gleichgesinnte rund um ein bestimmtes Thema. Du kannst auch deinen eigenen Hashtag verwenden – einen einzigartigen Hashtag, der nur für dich und deine Fotografie gilt.
Es gibt keine festen Regeln für die Verwendung von Hashtags. Du kannst bis zu 30 Stück nutzen. Am wichtigsten ist, dass die verwendeten Hashtags für deine Fotografie relevant sind. Auch rund um Hashtags gibt es verschiedene Studien. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Verwendung von 11 oder mehr Hashtags ca. 400 % mehr Besucher:innen anzieht als keine Hashtags. Bei 1–10 Hashtags sind es ca. 200 % mehr. Im Voraus kannst du herausfinden, welche Hashtags zu deinem Profil passen. Du kannst eine Kombination aus deutschen und englischen Hashtags unter jedem Foto verwenden.
Über Instagram kannst du eine relevante Community aufbauen. Diese Community dreht sich vor allem um Interaktion – nicht nur um Zahlen. Es empfiehlt sich, nach Fotograf:innen zu suchen, die du selbst bewunderst, und ihnen zu folgen. Starte die Interaktion mit diesen Fotograf:innen über deren Feed. Das kannst du auch mit Stilen oder Themen tun, die deiner eigenen Arbeit entsprechen. Bist du hauptsächlich Porträtfotograf:in? Dann folge anderen Fotograf:innen, die sich ebenfalls damit beschäftigen. Es ist eine gute Möglichkeit, dein Netzwerk zu erweitern und bei potenziellen Kund:innen aufzufallen.



Nimm dir wirklich die Zeit, Menschen zu antworten, die Kommentare unter deinen Fotos hinterlassen haben. Der Instagram-Algorithmus bevorzugt Beiträge, die viele Likes und Reaktionen erhalten haben. Das wird als ansprechender, hochwertiger Inhalt gewertet, den Menschen sehen möchten. Wenn ein Beitrag nach dem Posten viel Interaktion bekommt, wird er automatisch mehr Follower:innen angezeigt.
Das funktioniert auch umgekehrt. Wer ein schönes Kompliment unter ein Foto geschrieben hat, erwartet in gewissem Maße auch eine Reaktion. Nimm dir dafür die Zeit. So hilfst du einander beim Wachsen. Das kann auch durch Zusammenarbeit oder das Featuren der Arbeit inspirierender Fotograf:innen geschehen. Das gibt Follower:innen einen zusätzlichen Grund, deinem Instagram-Profil weiter zu folgen.
Hubs können als Online-Galerien betrachtet werden. Instagram Hubs sind Instagram-Accounts, die von anderen Nutzer:innen verwaltet werden, wobei alle Fotos durch ein gemeinsames Thema oder Fotografie-Genre verbunden sind. Suche diese Accounts auf und sorge dafür, dass deine Fotos hervorgehoben werden. Das kannst du erreichen, indem du den richtigen Hashtag verwendest, um aufzufallen.
Das führt letztendlich zu mehr Sichtbarkeit deines Profils. Mehr Sichtbarkeit bedeutet mehr relevante Follower:innen.
Die Details machen oft den Unterschied. Überlege dir daher einen guten Account-Namen – einen Namen, der leicht zu merken und wiedererkennbar ist. Verwende nach Möglichkeit denselben Namen auf allen deinen Social-Media-Plattformen. Wähle dazu ein Profilfoto, das zu deiner Fotografie passt.
Die Biografie ist genauso wichtig wie deine Fotografie. Sie sollte beschreiben, was deine Spezialität ist und worauf deine Fotografie basiert. Füge hier auch deine Website und Kontaktdaten hinzu. So stellst du sicher, dass potenzielle Kund:innen deine Website direkt finden.
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