Sony A6400

Alles über die Sony A6400

Kamera Express

Die neue A6400 von Sony

Die Sony A6400 ist die neue Systemkamera von Sony und löst damit ihren Vorgänger aus dem Jahr 2016 ab. Die A6400 verfügt über einen 24,2-Megapixel-Sensor mit 425 Fokuspunkten und kann bis zu 8 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Die Sony A6400 setzt auf Technik aus dem höheren Segment, wie der Sony A7 III und der Sony A9. Neu ist künstliche Intelligenz für das Autofokussystem und die Objekterkennung. All das, um die Chance, einen Schnappschuss zu verpassen, so weit wie möglich zu minimieren.

Sony A6400 Spezifikationsübersicht

  • 24,2 Megapixel
  • 425 Fokuspunkte
  • 11 Bilder pro Sekunde
  • 0,02 Sek. Fokusgeschwindigkeit
  • Real-time Eye-Autofokus und Real-time Tracking
  • 3-Zoll-LCD mit 180-Grad-Klappmechanismus, ideal für Selfies und Vloggen
  • Videoaufnahme in S-Log2, S-Log3, Hybrid Log-Gamma
  • ISO bis 102.400 bei Standbildern und bis 32.000 bei anderen Aufnahmen
  • 4K 30FPS
  • 1080P 120FPS

Gehäuse

Die Gehäuse der A6300 und der A6400 sind identisch. Das ist kaum verwunderlich, da die A6400 die Nachfolgerin der A6300 ist. Das macht die Wahl von Zubehör, Hüllen und Taschen besonders praktisch. Die A6500 weist jedoch kleine Unterschiede auf. So ist der Griff etwas anders gestaltet. Der Ein-/Ausschalter und der Auslöser sind ebenfalls etwas größer. Zudem ist das Gehäuse der A6500 etwas schwerer. Die A6500 verfügt außerdem über ein 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem, das sich hervorragend in lichtschwachen Situationen oder beim Filmen eignet. Dieses System fehlt bei der A6300 und der A6400.

Bildsensor

Der Bildsensor der A6400 arbeitet mit dem neuesten Bionz X Bildprozessor. Dieser Sensor sorgt für eine sehr hohe Bildqualität, eine ausgezeichnete Farbreproduktion und ermöglicht naturgetreue Videoaufnahmen. Der Bildsensor ist bei Berechnungen extrem schnell – das ist auch notwendig, um die künstliche Intelligenz an Bord zu unterstützen und die großen Datenmengen verarbeiten zu können. Beim Auslösen muss das Objekt, das Tier oder die Person sofort erkannt und der passende Autofokus angewendet werden.

Autofokus

Der Autofokus der A6400 wurde erheblich verbessert und bietet eine automatische Scharfstellung in nur 0,02 Sekunden. Sony behauptet, dass dies das schnellste Autofokussystem der Welt ist. Die A6300 und die A6500 schaffen es in 0,05 Sekunden, was bereits sehr schnell ist. Dank des neuen Bildprozessors, des überarbeiteten Autofokussystems und neuer Algorithmen geht es mit der A6400 jedoch noch schneller. Neu ist der Real-time Eye-AF. Diese Funktion kann in Echtzeit kontinuierlich auf das Auge einer Person oder eines Tiers fokussieren (für Tiere wurde später im Jahr 2019 ein Software-Update veröffentlicht). Der Eye-AF ist eine der neuesten Innovationen von Sony. Dafür setzt die A6400 auf künstliche Intelligenz. Die Kamera erkennt die Augen selbstständig und kann scharf stellen, solange der Auslöser halb gedrückt gehalten wird. Im AF-C- oder AF-A-Modus lässt sich sogar eine Präferenz für das Auge einstellen, auf das die Kamera fokussieren soll. Die A6300 und die A6500 verfügen ebenfalls über Augenerkennung, jedoch nicht so schnell und präzise wie bei der A6400. Künstliche Intelligenz wird auch zur Objekterkennung eingesetzt, um das Motiv optimal in Szene zu setzen.

Fotografie

Der 24,2-Megapixel-Sensor und der neue Bionz X Bildprozessor machen die A6400 zu einem echten Star in der Fotografie. Die Kamera verwendet denselben Bildverarbeitungsalgorithmus wie die Sony A9 – mit äußerst präziser Farbreproduktion und Rauschreduzierung. Die Sony A6500 bietet zwar einen größeren Puffer, sodass mehr Bilder hintereinander aufgenommen werden können, doch auch die A6400 überzeugt in diesem Bereich.

Film

Alle drei Kameras können 4K-Videos mit der vollen Breite des Sensors und vollständiger Pixelauslesung aufnehmen. Es handelt sich also nicht um einen Crop des Sensors, bei dem wertvolle Bildinformationen verloren gehen würden. Außerdem können bei allen Kameras spezielle Bildprofile für die Nachbearbeitung verwendet werden, um die Farben optimal anzupassen – nämlich S-Log2 und S-Log3. Das bietet mehr Freiheit und Spielraum bei der Farbkorrektur. Wo die A6400 besonders glänzt: Sie ist die erste Kamera mit APS-C-Systemkamera-Sensor, die Videoaufnahmen im HLG-Bildprofil ermöglicht. Das macht HDR-Video möglich.

Display

Was die A6300, A6400 und die A6500 gemeinsam haben, ist die Verwendung eines LCD-Panels. Alle drei Kameras besitzen ein 3-Zoll-LCD-Display mit 921.000 Pixeln. Ansonsten gibt es jedoch deutliche Unterschiede. So lässt sich das Display der A6300 nur nach oben und unten neigen und besitzt keinen Touchscreen. Die A6500 hat dasselbe Display, jedoch mit Touchscreen. Das macht es einfacher, durch Fotos zu scrollen und die Funktion „Touch to Focus" zu nutzen – einfach auf die gewünschte Stelle auf dem Display tippen, um den Fokus zu setzen. Die A6400 verfügt über ein überarbeitetes Touchscreen-LCD-Display. Und sie ist das einzige Modell, bei dem sich das Display um 180 Grad aufklappen lässt. Ideal für Vlogs und Selfies.

Fazit

Alle drei Kameras sind sehr gut. Die A6300 schneidet von allen dreien am schwächsten ab – sie bietet weniger Funktionen und ist das älteste Modell (aus 2016), dafür aber auch die günstigste der drei. Insgesamt ist sie jedoch eine recht vollständige Kamera. Wer einen Schritt über die A6300 hinausgehen möchte, hat zwei Optionen. Keine ist dabei per se besser als die andere, denn beide haben ihre eigenen Stärken. So verfügt die A6500 über ein 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem, das beim Filmen und beim Fotografieren in dunklen Umgebungen einen echten Unterschied macht. Außerdem bietet die A6500 einen größeren Puffer. Die A6400 hingegen ist etwas günstiger im Preis, verfügt über ein sehr fortschrittliches Autofokussystem, ermöglicht 8 Bilder pro Sekunde und besitzt ein Display, das sich um 180 Grad aufklappen lässt.